Wie arbeitet eine Basisstation, und was bestimmt die Belastung?
Eine Mobilfunk-Basisstation hält ständige Funkverbindungen zu den Telefonen in ihrem Versorgungsgebiet und bündelt die Energie ihrer Antennen in bestimmte Richtungen. Ihre Belastung hängt nicht nur von der Entfernung ab: Die Richtung der Hauptkeule, Ihre Etage, dazwischenliegende Gebäude und die Ausrichtung Ihrer Fassade wirken mindestens ebenso stark.
Deshalb misst die Wohnung direkt unter der Antenne mitunter nur ein Zehntel dessen, was im Gebäude gegenüber gemessen wird: Die Hauptkeule zielt über die Dächer hinweg nach vorn. Fenster sind dabei der Haupteintrittsweg, denn die Dämpfung von Standardglas ist gering.
- Die Hauptkeule strahlt meist horizontnah mit leichter Neigung nach unten — gegenüberliegende Fassaden auf Antennenhöhe sind der am stärksten betroffene Bereich
- Beton und Vollziegelwände schwächen die Welle teilweise ab; Glas, Holz und Porenbeton lassen sie weitgehend durch
- Auch wenn der Datenverkehr nachts sinkt, senden die Trägersignale rund um die Uhr
Was hat 5G verändert?
5G brachte zusätzlich zu den bestehenden Bändern von 700 MHz bis 3,8 GHz in einigen Ländern Millimeterwellen-Bänder (mmWave) oberhalb von 26 GHz sowie Beamforming, das die Funkkeule gezielt auf den Nutzer richtet. Mehr und kleinere Zellen bedeuten: Die Quellen rücken näher an die Wohnbereiche heran.
Die gute Nachricht für die Abschirmung: Je höher die Frequenz, desto schwerer durchdringen die Wellen leitfähige Schichten. Die Schirmdämpfungsberichte der YSHIELD-Produkte werden bis 40 GHz veröffentlicht — eine heute ausgeführte Abschirmung ist damit auch für künftige Bänder einschließlich mmWave gerüstet.
Was sollte ich in meiner Wohnung tun?
Der erste Schritt ist, sich ein Bild zu machen: Aus welcher Richtung kommt wie viel? Mit einem HF-Messgerät können Sie das selbst feststellen — oder wir bewerten es gemeinsam in der kostenlosen Besichtigungsphase unserer schlüsselfertigen Projekte.
Die typische Lösung besteht aus drei Schichten: Abschirmfarbe für die der Antenne zugewandten Wände, Fensterfolie oder Abschirmgardine für die Verglasung, dazu Erdung und elektrische Kontinuität in den Details. Möglich sind sowohl wirtschaftliche Szenarien, bei denen nur das Schlafzimmer geschützt wird, als auch Gesamtprojekte mit komplett abgeschirmter Fassade.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Abstand zu einem Mobilfunkmast ist sicher?
Die Entfernung allein führt in die Irre: Ausrichtung und Höhe der Antenne sowie die Hindernisse dazwischen sind entscheidend. Eine Wohnung in 100 Metern kann mehr messen als eine in 300 Metern, wenn sie in der Hauptkeule liegt. Eine belastbare Antwort liefert nur die Messung vor Ort.
Ist 5G schädlicher als 4G?
Ein wissenschaftlich gesichertes Urteil 'schädlicher' gibt es nicht; was sich ändert, sind die Zahl der Quellen, die Bandvielfalt und das Beamforming-Verhalten. Das Vorsorgeprinzip empfiehlt für beide Technologien, die Belastung mit vernünftigen Mitteln zu senken.
Reicht es, nur einen Vorhang aufzuhängen?
Kommt das Signal überwiegend durch die Verglasung, bewirkt eine Abschirmgardine einen deutlichen Unterschied (38-48 dB). Sind auch die Wände durchlässig (Porenbeton, Leichtbau), ist die Kombination mit Abschirmfarbe nötig; die schwächste Fläche bestimmt die Stärke des Schirms.
Die Antenne steht auf dem Dach meines Hauses — ist meine Wohnung betroffen?
Direkt unter der Antenne liegt man meist außerhalb der Hauptkeule, doch Zuleitungskabel und Nebenkeulen erzeugen trotzdem Felder. Für Dachgeschosse kommt eine Deckenabschirmung in Frage; zuerst wird eine Messung empfohlen.